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Gründer Mami | Daniela Visevic von Tutu et Tata - Vintage Möbel und besondere Accessoires // #köln

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Tutu et Tata, so heißt ein ganz besonderes Lädchen in Köln Ehrenfeld, in dem Interior Fans einzigartige Vintage Möbel für Kinder- oder Erwachsenenzimmer genauso wie neue Accessoires zum Spielen und Dekorieren finden. Für die Zusammenstellung verantwortlich ist die Zweifachmama Daniela Visevic, die aus ihrem Traum eines eigenen Lädchens Wirklichkeit werden ließ. Alles hier ist von ihr handverlesen und mit viel Liebe ausgesucht. Im Interview verrät Daniela, wo sie Inspiration findet und wie sie Familie und Selbstständigkeit unter einen Hut bekommt. 

 

Es ist, als wollten die alten Schränke Geschichten aus längst vergangenen und fast vergessenen Zeiten erzählen. Einige Jahrzehnte haben die meisten auf ihrem Buckel. Neue, handgearbeitete Püppchen oder Kissen zieren die Kommoden und Korbsessel, in den Kleiderschränken hängen Mädchenkleider und Blusen aus weichem Musselin oder smaragdgrünem Samt. Es sind gerade nicht die immer gleichen Marken und Accessoires, die schon unzählige Male auf einschlägigen Plattformen in Szene gesetzt wurden. Vieles in Danielas „Sammlung“ wird in kleinen Auflagen und von Hand hergestellt.

Daniela liebt Möbel mit Vergangenheit. Je älter, spezieller und vielleicht auch verschrobener ein Möbelstück ist, desto besser. Wir trafen Daniela auf einen Tee in ihrem Geschäft in der Körnerstraße 15. Übrigens, der Versand der Möbel ist in der Regel kein Problem und auf Tutu Et Tata's Instagram Account werden alle "Neuankömmlinge" mit Maßen vorgestellt. 

 

Für alle, die dich noch nicht kennen, stell dich doch bitte kurz vor.

Ich bin Daniela, 37, habe zwei Kinder. Ich bin ein ziemlich lebensfroher, chaotischer und auch perfektionistischer Mensch. Was bin ich von Beruf? Irgendwas zwischen Restauratorin, künstlerischer Aufbereiterin und Händlerin zugleich. Sachensucherin und Finderin. 

 

In welcher Lebenssituation befandest du dich, als du Tutu et Tata gegründet hast? 

Ich war gerade frisch gebackene Mama meines zweiten Kindes, also meiner Tochter, und in der Elternzeit. Meine Tochter war total entspannt , also im Vergleich zu meinem Sohn wirklich super entspannt. Ich habe viel Sport im Fitnessstudio gemacht und hatte Selma immer dabei. Sie war dort betreut und fand das super. Und ich bin dann nach dem Sport immer noch in die Sauna gegangen. Ich hab es total genossen und dort ganz viel rumgesponnen. In dieser Zeit ist aus meinem langjährigen Wunsch, diesen Laden zu eröffnen ein Wille geworden. Ich hab in der Sauna viel drüber nachgedacht. Es war sogar so, dass ich manchmal ein Notizbuch dabei hatte und mir die Sachen aufgeschrieben habe (lacht). Dann habe ich Freunden davon erzählt und es wurde immer realer. Die Elternzeit war noch nicht vorbei, als ich angefangen habe, nach einem Atelier zu suchen und Möbel einzukaufen. Und da ging es schon los, step by step.

 

Beim vergangenen Körnerstraßenfest hast du den ersten Geburtstag deines hier ansässigen Lädchens gefeiert. Was hat sich seit der Eröffnung für dich verändert?

Verändert hat sich super viel. Vor allem habe ich total viel gelernt. Insbesondere zum Thema Handeln. Die neuen Sachen, die hier drin sind, das Interieur, die kleinen Labels, das habe ich ja vorher nicht gemacht. Das war für mich alles neu und da ist immer mehr dazu gekommen. Ich habe immer mehr schöne Sachen gefunden und diesen Bereich zusätzlich zu den Möbeln ausgebaut. Das ist aus meiner Sicht eine super Kombi. Und beides zu machen, macht richtig Spaß. 

Was hat sich noch verändert? Ich hab öfters von den Leuten hier aus der Straße gehört, dass es bei mir im Lädchen voller geworden ist (lacht). Als ich eröffnet hab, war’s hier noch total leer. Ich bemühe mich natürlich, dass alles übersichtlich bleibt. Aber es ist ein kleiner Laden, da ist es nicht so einfach alles unterzubekommen, was man gerne unterbekommen möchte.. 

 

Auf deinem Instagram und Facebook Channel stellst du regelmäßig deine neuen Errungenschaften vor. Es sind alte Möbel in neuem Licht, denen du so klangvolle Namen wie Julie, Clément oder Aurelie gibst.  Bist du manchmal so verliebt in ein Möbelstück, dass du dich nur schwer davon trennen kannst? Und falls ja, habt ihr überhaupt noch Platz in eurer Wohnung? 

Das ist eine verdammt gute Frage. Ich bin das nicht nur manchmal, ich bin das ganz oft. Neulich erst habe ich ein Möbelstück gesehen und dachte gleich ‚Oh Gott, das wäre der Knaller bei uns zu Hause’. Das konnte ich nicht in den Laden stellen, das musste dann auch in die Wohnung.

Ich kann mich aber auch trennen. Das ist übrigens auch etwas, das ich gelernt habe.  Das viel mir anfangs total schwer. Es gibt so viele Möbel mit toller Geschichte. Manchmal denke ich, so ein Teil hatte ich noch nie, das muss ich haben. Aber bei ganz vielen Möbelstücken ist es auch so, dass sie wirklich nicht mehr in die Wohnung passen. 

Manchmal sagt auch mein Mann “Der (Schrank) ist ja viel schöner als unserer“. Aber ich tausch auch nicht ständig unsere Möbel, die haben für mich auch einen ideellen Wert. Manche Stücke würd ich nie hergeben. 

Aber manchmal ist es wirklich schwer, vor allem dann, wenn ein Stück nur ganz kurz bei mir ist. Ich stelle es in den Laden und am nächsten Tag kommt jemand und nimmt es sofort mit. Da fällt mir der Abschied ein wenig schwer. Aber es ist ja auch schön und diejenigen freuen sich dann ja auch und es ist gut aufgehoben.

 

Klingt ein bisschen so wie mit Hundewelpen, die man auch nicht alle behalten kann...

(lacht) Ja, verrückter Vergleich, aber ein guter. Es ist schon so.

 

 

Neben einzigartigen Vintage Möbeln entdeckt man beim Stöbern durch dein Lädchen ganz besonders hübsche Accessoires und Kinderkleidung. Es ist so eine toll kuratierte Zusammenstellung kleiner Labels. Wo findest du die alle? 

Das ist lieb danke. Es ist so verschieden. Die ersten Sachen hatte ich schon ziemlich lange im Visier und selbst mal durch Zufall entdeckt. Zum Beispiel diese Tassen von Terra aus Kroatien, aus denen wir gerade Tee trinken. Die habe ich mal vor Jahren im Urlaub gesehen und fand sie so schön. Als ich diesen Laden hier eröffnet habe, wusste ich, jetzt kann ich das kombinieren und hab Terra einfach angeschrieben. Eine ganz süße Frau verbirgt sich dahinter.

Im Urlaub finde ich tatsächlich oft Sachen. Als ich mal vier Tage in Rom war hab ich dort ein zuckersüßes Label gefunden. 

Und ich schaue viel auf Instagram. Mittlerweile gehe ich auch mal auf Messen. OlliElla zB, das ist schon ein größeres Label, das kenn ich von der Messe.

Es muss immer irgendwie passen. Es kann auch ein größeres Label sein, aber es müssen nette Leute dahinter stehen. Es muss transparent sein, wie sie arbeiten und das Produkt muss fair hergestellt sein, das ist mir wichtig. Aber es ist ein Suchen und Finden und manchmal kommt’s auch zu mir, wie zB FrouFrou Kids, das Kölner Label mit den schönen Kinderkleidern. das kam zu mir. 

 

 

Dein Beruf erfordert eine gewisse Reisebereitschaft, so würde man es vermutlich in einer Stellenausschreibung formulieren. Auf deiner Suche nach besonderen Möbeln aus alten Zeiten bist du häufig unterwegs in unseren französischsprachigen Nachbarländern. Hast du deine Familie in diesen Tagen bei dir oder wie organisiert ihr euch diesbezüglich?

Mit den Kindern nein, das geht gar nicht, weil das wirklich Arbeit ist. Da suche und kaufe ich total viele Sachen auf einmal und hoffe immer, dass ich den Wagen voll bekomme, sonst lohnt es sich auch nicht. Im Idealfall kommt die Oma aus Kroatien, um auf die Kinder aufzupassen und dann fahre ich am liebsten mit meinem Mann. Wenn das nicht geht, fahre ich mit einem Freund, der schon öfter mit mir da war und mein Mann passt auf die Kinder auf.

 

Hast du einen Tipp für Mütter, die mit dem Gedanken spielen, sich selbstständig zu machen? 

Auf jeden Fall machen, das ist mein Tipp. Nach den Sternen greifen. Es geht alles, wenn man etwas unbedingt machen will, dann geht das. Sich trauen.

 

Was unternehmt ihr als Familie gern an einem sonnigen Wochenende? 

Wir fahren gerne in die Natur und überlegen uns was Cooles für die Kinder. Und wir hängen auch gern im Garten ab und machen gar nichts.  Ein bißchen im Garten lesen während die Kinder mit den Nachbarskindern spielen, das machen wir gerne.

 

Hast du ein Lieblingscafé?

Ich gehe total gerne ins Café Rotkehlchen und ich trinke sehr oft meinen Kaffee im Van Dyck, weil das einfach guter Kaffee ist und außerdem hier nebenan auf der Körnerstraße. Und es sind sehr nette Menschen, die dort arbeiten. 

 

Hast du selbst eine besondere "Mami Connection"? Eine oder mehrere Freundin(nen), die du während deiner Schwangerschaft oder um die Geburten deiner Kinder herum kennengelernt hast? 

Ich habe viele Freundinnen, die ich schon vorher kannte, aber eine sehr, sehr gute Freundin, mit der ich mich um die Geburt von Selma angefreundet hab. Sie war zuvor meine Arbeitskollegin, und hat auch eine Tochter bekommen. Unsere beiden Töchter sind sehr dick zusammen und wir sind es auch. Es ist eine sehr schöne Freundschaft dadurch entstanden.

 

Tutu et Tata

Körnerstr. 15, 50825 Köln

Mehr über Tutu et Tata auf Instagram, Facebook oder der Website.


Portrait Daniela: Annette Etges

Fotos der Location: Alessandro de Matteis und Verenafotografiert

Das Interview führte: Charlotte Hildebrand

 

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