Müttersprechstunde | Laura von "Heute ist Musik"

DSC_0386

Als ich Laura kennengelernt habe war meine erste Erkenntnis: Man, wie sympathisch! Überhaupt: Unprätentiös, echt, lustig. Laura ist freiberufliche Journalistin und hat den Mamablog Heute ist Musik – wie schafft man das, mit drei Kindern und einem berufstätigen Mann meistens entspannt zu bleiben, wenn man nebenbei noch sein eigenes Business führt? Flexible Arbeitszeiten, die Prioritäten richtig setzen und eine große Portion Humor, das scheint der Schlüssel zu sein. Und Laura, die für ihre Kinder am liebsten Mogelsuppe kocht , erzählt uns im Interview außerdem eine Menge über ihre Müttersprechstunde und hat Tipps für (Bald-)Mamas parat. Tolle Frau!

 

Liebe Laura! Magst du dich und deine Familie kurz vorstellen:

Ich bin Laura, Mama von drei Kindern (zwei Söhne, 2 und 7 Jahre alt, eine Tochter, 5 Jahre alt) und wir leben zusammen mit ihrem Papa und meinem Mann in der Nähe von Stuttgart. Das klingt jetzt so, als wären es zwei Männer, hihi. Ist aber nur einer!

 

Du bist eine Working Mum. Was machst Du beruflich?

 

Ich bin freiberufliche Journalistin, texte und blogge auf HeuteistMusik.de von zuhause aus. Das mache ich vormittags bis ca. ein Uhr, danach koche ich und kümmere mich um die Kinder, die dann alle nacheinander von der Tagesmutter, aus der Schule und dem Kindergarten kommen.

DSC 0100

Wie kam es zu deiner Selbständigkeit? Woher kam die Idee dazu und wie bist du gestartet?

 

Ich war als Redakteurin befristet angestellt, aber mein Vertrag wurde nach dem ersten Kind noch einmal verlängert. Allerdings durfte ich nicht an meinen alten Job zurückkehren, sondern wurde irgendwo zum Kopieren eingesetzt . Als ich nach der Geburt meiner Tochter in Elternzeit war, lief der Vertrag endgültig aus. Über diese Umstände ärgerte ich mich sehr. Weil es praktischer war, entschied ich mich dann für die Freiberuflichkeit. Eine Agentur hatte ich bereits, für die ich gearbeitet habe, es kamen dann über die Jahre mehr Kunden und Kundinnen dazu und mittlerweile lebe ich vor allem von meinem Mamablog.

 

Was erwartet die Leserinnen auf deinem Blog?

 

Ich schreibe über unser Familienleben, über die Vereinbarkeit von Beruf und Kindern, über Organisationshacks und den Umgang mit meiner Wut (Anmerkung: Lauras Beitrag zum Them Wut findest du hier) : weil ich immer so viel zu tun habe, bin ich mit meinem Nerven schnell am Ende. Dann schimpfe ich mit den Kindern und das möchte ich nicht mehr. Auf dem Blog nehme ich die LeserInnen mit auf meiner Reise. Ich möchte entspannter werden, mit mir und meinen Kindern besser umgehen. Außerdem stelle ich gerne Bücher oder Spielsachen vor und besonders ein Thema ist bei den Leserinnen sehr beliebt: mein ewiger Speiseplan. Ich habe ein paar Rezepte auf Lager, etwa meine Mogelsuppe, um mehr Vitamine in die Kinder zu schummeln.

 

Das Rezept für die Mogelsuppe hätten wir gerne :-)

Ganz einfach: Gemüse nach Wunsch, eine geschälte Kartoffel und eine geschälte Zwiebel in Brühe kochen, dann pürieren, mit Sahne, Salz und Kräutern abschmecken und mit Saitenwürstchen oder Sternchennudeln verfeinern. Meine Kinder denken bis heute, dass da kein Gemüse drin ist und sie dürfen es niemals erfahren!

Bildschirmfoto 2019 03 07 um 22.37.51

Wo und wie arbeitest du?

Ich arbeite von zuhause aus und habe in unserem Haus ein Arbeitszimmer. Zukünftig möchte ich meine Arbeitszeit etwas aufstocken, mein Mann möchte reduzieren. So hätten wir beide mehr Zeit für beides, denn wir lieben unseren Job und vor allem unsere Kinder.

 

Wie schaffst du es Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen?

Nur, indem mein Mann und ich uns kräftig unterstützen. Den Haushalt machen wir gemeinsam, montags kümmert er sich um die Kinder und er versucht, so gut es geht, pünktlich zuhause zu sein. Zum Glück haben wir auch die Großeltern in der Nähe, die ab und zu aushelfen und eine tolle Nachbarin, mit der ich mir die Herumfahrerei der Kinder teile. Übrigens finde ich auch aus dem Grund die Mami-Connecion so toll. Wenn Mütter sich finden, zusammentun und sich unterstützen, hilft das im Alltag ungemein. Übrigens suche ich gerade zwei Mamas, die sich über das Netzwerk gefunden haben, um auf meinem Blog darüber zu berichten.

 Bildschirmfoto 2019 03 07 um 22.41.08

 

Genau dafür hast du die Müttersprechsprechstunde ins Leben gerufen: drei Mal die Woche, 30 Minuten lang gehst du live. Erzähl uns doch kurz, was es damit auf sich hat?

Diese Live-Sessions mit anderen Müttern sind ganz toll. Wir sprechen über den Druck auf Mütter, über Erziehungsthemen, ich stelle Bücher vor und erzähle von meinem Weg, den Stress zu reduzieren. Manchmal hole ich mir Gäste dazu, die sich mit ein paar Themen besonders gut auskennen. Nina Straßner, die Juramama, war zu Gast und hat uns etwas über Eheverträge erzählt. Dani Parthum hat uns in Sachen Geldanalage beraten und neulich war Nina zu Gast, die Mama-Coach ist. Mit Sabrina von Mamahoch2 habe ich über Erziehung gesprochen und mit Priska von Mamalismus über Slow Family. Die Zuhörerinnen beteiligen sich rege an der Diskussion und dieser Austausch macht irre Spaß. So erfahre ich auch, was andere Mütter umtreibt, welche Probleme sie haben und was sie gerne wissen möchten. Wichtig ist für mich immer zu zeigen, dass wir alle nicht perfekt sind und es auch nicht sein müssen.

 

An wen richtet sich die Sprechstunde?

An alle Mütter und Frauen, die die Themen interessieren. Egal, ob sie berufstätig oder zuhause bei den Kinder sind. Die Live-Sendungen können sie sich auch abends auf dem Sofa anschauen, sie sind noch 24 Stunden auf meinem Kanal. Schließlich habe viele vormittags keine Zeit.

 

Auf welche kommenden Themen können sich die Mütter freuen?

Ich möchte demnächst eine ganze Woche zum Thema Wiedereinstieg in den Beruf machen. Und ihr seid ja auch bald da. Das wird sicher ein ganz gemütlicher Plausch mit euch!

 DSC 0036

Ja, wir freuen uns schon sehr. Am 05. April ist es so weit. Hast du eine Empfehlung für unsere frischgebackenen Mamis? Was sind deine Top 3?

 

  1. Es ist ganz normal, dass Mütter (und Väter) zeitweise total überfordert sind. Das anzunehmen ist schon einmal die halbe Miete.
  2. Es ist auch wichtig, über diese Überforderung zu reden. Mamas kennen doch diese Momente, in denn es ihnen einfach zu viel wird. Zu wissen, dass es jeder Mutter mal so geht, tut gut.
  3. Elternsein ist wundervoll, aber auch anstrengend. Wenn wir das Beste für unsere Kinder wollen, müssen wir auch gut zu uns selber sein. An alle frischgebackenen Mamas: behandelt euch selbst so lieb, wie ihr euer Baby behandelt!

DSC 0469

Was gefällt dir nicht so am Mamasein?

Ich habe eindeutig viel zu wenig Zeit für mich selbst und für meinen Mann. Und ich finde, dass es Väter leichter haben als Mütter. Aber das führe ich weiter auf meinem Blog aus, das Thema würde hier den Rahmen sprengen.

 

Was ist das Schönste?

Meine drei Kinder sind das Beste, das mir je passiert ist. Und ich würde es immer wieder genauso machen.

Danke, Laura

DSC 0358

Ähnliche Beiträge

 

Kommentare

Derzeit gibt es keine Kommentare. Schreibe den ersten Kommentar!
Bereits registriert? Hier einloggen
Gäste
Mittwoch, 22. Mai 2019
Für die Registrierung bitte Benutzername, Passwort und nötige Felder eingeben.

Sicherheitscode (Captcha)

Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unserer Website, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Datenschutzerklärung

Newsletter abonnieren
SCHÖN, DASS DU DA BIST. MELDE DICH DOCH GLEICH FÜR UNSEREN NEWSLETTER AN.