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Gastbeitrag: WIE DU DEN POST-TRAVEL-BLUES ÜBERWINDEST - Oder, wenn sich Heimat fremd anfühlt

Gastbeitrag: WIE DU DEN POST-TRAVEL-BLUES ÜBERWINDEST - Oder, wenn sich Heimat fremd anfühlt
Nach dem großen Abenteuer kommt der Blues... Weil wir in den letzten sieben Monaten viele Stunden damit verbracht haben, im türkisblauen Meeren zu schwimmen, Kulturen kennen zu lernen, Sonnenuntergänge zu genießen, die Natur zu bewundern oder einfach nur die Seele baumeln zu lassen, ist das „Nach-Hause-Kommen“ gar nicht so einfach.

„Schön das du wieder da bist, wie war´s?“ diesen Satz hast Du so oder so ähnlich bestimmt schon oft gehört und Dich gefreut, wieder daheim zu sein. Endlich kann man die Menschen wieder in die Arme schließen die man so oft vermisst hat, doch...

...so sehr wie ich meine Heimat mag, packt mich immer wieder eine durchdringende Schwere und das Gefühl, dass es noch so viel zu entdecken gibt.
Einem weit entfernten Platz hinterher zu trauern und dabei den Moment im Hier und Jetzt nicht zu vernachlässigen – das ist die Antithese eines wahren Travellers. Ganz egal ob man Zuhause oder am anderen Ende der Welt ist. Doch was kannst Du machen, wenn Du (unfreiwillig) zurück kehren musst, weil die Urlaubstage gezählt sind, kein Geld mehr da, das Auslandssemester beendet oder das Visum abgelaufen ist? Wie lässt sich eine Heimat-Depression am besten vermeiden?

Im Flugzeug trauern

Naja, also nicht wirklich, aber... Sich Zeit nehmen, um die Reise noch einmal Revue passieren zu lassen, ist ohnehin eine gute Idee. Die Stunden im Flugzeug bieten Dir dazu eine sehr gute Gelegenheit. Schreib Dir etwas auf, schau aus dem Fenster und denke über all das nach, was auf Deiner Reise passiert ist. Anschließend beginne zu überlegen, was vor Dir liegt: Auf was kannst Du Dich in Deiner Heimat freuen? Wie können Dir die Erfahrungen Deines Auslandsaufenthalts in Deiner Heimat Antrieb verschaffen? (Falls Du Dich wirklich auf gar nichts in Deinem Zuhause freuen kannst, springe einfach zum letzten Punkt dieser Liste ;-))

Auspacken – ASAP

Auspacken macht meistens keinen Spaß. Deshalb solltest Du das so schnell wie möglich hinter Dich bringen. Wir haben gleich nach unserer Rückkehr alles verstaut und die Waschmaschine auf Hochtouren laufen lassen. Bis zur nächsten Reise stellen wir die Gepäckstücke schnell aus unserem Sichtfeld. Alles weg zu schaffen hilft, weil Du schneller in Deiner „alten“ Umgebung ankommst.

Souvenirs machen es erträglicher

Natürlich meine ich damit keine übergroßen Sombreros oder Schneestiefel (wobei ich mir auch schon mal ein Surfbrett von einer Reise mitgebracht habe). Aber kleine Sachen, die in den Alltag integriert werden können — z.B. außerordentlich duftende Seifen, Cremes, Sonnenbrillen, landestypische Accessoires usw... Für Jakob haben wir von jedem Land ein besonderes Spielzeug im Gepäck gehabt. Durch die Benutzung der kleinen Mitbringsel kommt es zu einer Verschmelzung der weiten Ferne und des Augenblicks und Du wirst daran erinnert, dass das ganze Leben ein großes Abenteuer ist. Wie alle guten Dinge sind diese Schätze noch besser, wenn man sie teilt – also kauf noch ein paar extra Souvenirs für Deine Familie und Freunde.

Fotos und Erinnerungen sind wie Souvenirs

Das bedeutet, dass man sie ebenfalls teilen sollte. Falls Du – so wie wir – eine Tonne an Fotos auf Deiner Reise geschossen hast, sortiere und teile sie so schnell wie Du kannst! Eine gute Möglichkeit bietet Dir dazu ein Blog oder Themen-Abende, an welchen Du z.B. mit Freunden Dein (Lieblings-)Gericht aus dem fernen Land kochst und die passenden Fotos dazu präsentierst (wir planen einen solchen Abend zurzeit zum Thema „Neuseeland“). Das gibt Dir nicht nur die Möglichkeit, Deine Highlights noch einmal zu erleben, sondern es wird Dir auch helfen, Deine Erfahrungen und Erinnerungen vor Deinem geistigen Auge noch einmal zusammen zu fügen. Möglicherweise inspirieren Deine Fotos & Erinnerungen gleichzeitig jemand anderen sogar, an diesen magischen Ort zu reisen. Das ist sicherlich der schönste Weg, einen solchen Moment weiter leben zu lassen.

Heimat neu entdecken

Weit weg zu sein bedeutet ein kleiner Entdecker zu sein – das gilt nicht nur für Kinder: Alles ist neu! Dabei ist es ebenso wichtig, einen Fixpunkt zu haben und oft vergessen wir, dass uns in unseren Heimatstädten auch noch lange nicht alles bekannt ist. Wenn wir uns in unserer „Basis“ langweile, fragen wir Freunde und Bekannte nach ihren liebsten Restaurants/Bars/Cafés/Spielplätze/Parks/was auch immer — es sind oft genug Plätze dabei, die wir selber noch nicht entdeckt oder kennengelernt haben. Nutze also Deine Wiedereingewöhnungszeit, gehe (mit Freunden) an diese Plätze und lasse Dich von diesem Spruch von Dagobert D. Runes inspirieren: „Wir reisen an weit entfernte Orte um fasziniert die Menschen zu beobachten, die wir zu Hause ignorieren.“

Freunde aus dem Ausland

Wir haben während unserer Auszeit wunderbare Menschen aus vielen verschiedenen Ländern kennen gelernt, von denen einige mittlerweile zu unseren Freunden zählen. Den regelmäßigen Kontakt zu diesen lieben Menschen zu halten hilft es uns, auch in der Heimat durch den täglichen Trott und das Fernweh zu kommen. Du kannst mit Deinen Auslandsfreunden wunderbar in Erinnerungen schwelgen oder sogar neue Pläne schmieden. Wir planen z.B. in Kürze einen Trip zu unseren Freunden nach Stockholm und in den Allgäu.

Kompensation durch Aktivität

Falls Dir diese Tipps noch nicht geholfen haben, dann werde körperlich aktiv. Klar, man kann in Köln nicht surfen und auch nicht wirklich gut tauchen, aber ich genieße das joggen oder Paddeln auf dem See in der Natur, ziehe meine Bahnen mit Freunden im Hallenbad oder genieße die Ruhe und die innere Mitte beim Yoga. Körperliche Aktivität wirkt sehr günstig auf ein ausgeglichenes Ich und sorgt so für ein besseres Allgemeinbefinden. Also: Auf die Plätze, fertig, los...

Plane Dein nächstes Abenteuer

Das macht definitiv am meisten Spaß! Plane etwas — auch wenn es nur eine kleine Auszeit oder ein Trip von ein paar Tagen ist — für Deinen Kalender. Es wird Dir Motivation geben, etwas wonach Du suchst und auf das Du Dich freuen kannst. Das ist laut Wissenschaft ohnehin für viele Menschen der angenehmste Teil des Reisens. So zieht es uns (liebend gern auch zusammen mit Freunden) für kürzere spontane Trips und kurze Auszeiten gerne in die Niederlande. Und weil man dabei ein konkretes Ziel vor Augen hat, ist der tägliche (Arbeits-) und Alltagstrott gleich viel erträglicher. Es sei denn...

Wage eine Veränderung

Es ist normal, dass man nach einer Reise Trübsal bläst und antriebslos ist. Falls Du aber wirklich mehr als nur etwas Kummer hast und sich die Symptome nicht bessern, solltest Du der Sache (ggf. mit ärztlicher Unterstützung) auf den Grund gehen. Sprich zuerst auch unbedingt mal mit Deinen engsten Vertrauten über Dein Befinden. Was sorgt tatsächlich dafür, dass Du so traurig bist? Bist Du vielleicht nicht mehr glücklich mit Deinem auf die Karriere fokussierten Lebensstil und Du suchst nach einem Ausweg? Dann gönne Dir eine Auszeit. Wenn Dir bewusst wird, dass Du eine größere Veränderung brauchst, ist das ein harter und vielleicht auch schwieriger Schritt — aber nichts ist so schlimm, wie sich gefesselt und elend zu fühlen. Es klingt nach einem Klischee, aber das Leben ist wirklich kurz. Verschwende es nicht, indem Du Dinge machst, die Du hasst. Oder verschwende es nicht, indem Du ständig nach einem Ausweg suchst.
 
Wie war für Dich die Rückkehr Deiner Reise? Wie gehst Du mit dem Post-Travel-Blues um? Hinterlasse uns gern einen Kommentar!
 

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