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"Ich hab immer gedacht ich werde niemals so viele Kinder haben." Caro mit Arno, Finn, Mathilda und den Zwillingsmädchen

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Bei der Familie von Caro geht es kunterbunt zu: Trotz der vier Kinder hat sie aber immer ein Lächeln auf den Lippen. Es scheint fast, als würde der Alltag mit der Bande kinderleicht sein. Caro und ihr Mann Arno haben vor fast sieben Jahren geheiratet. Vor fünf Jahren kam Sohn Finn zur Welt, vor zwei Jahren Tochter Mathilda und im März 2019 die Zwillingsmädchen Frieda und Greta. Wie Caro den Alltag mit vier Kindern meistert und wie es ihr in der Zwillings-Schwangerschaft erging, erzählt sie uns im Interview.

 

Liebe Caro! Wo wohnst du mit deiner Familie und was machst du eigentlich, wenn du nicht in Elternzeit bist?

Ich lebe schon mein ganzes Leben in Bonn, ich bin in Bonn geboren, zur Schule gegangen, ich habe meine Jugend hier verbracht und werde vermutlich hier auch alt werden. Außer mein Mann willigt ein, dass wir endlich in die Niederlande auswandern. Gelernt habe ich Fachfrau für Versicherungen und Finanzen, gearbeitet habe ich allerdings in dem Beruf seit ich Finn zur Welt gebracht habe nicht mehr.

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Nach Finn und Mathilda sind die beiden zuckersüßen Mädchen Frieda und Greta auf die Welt gekommen! Hättest du gedacht, dass du mal vier Kinder haben wirst und wie haben die beiden Großen auf die Kleinen reagiert?

Nein, um Gottes Willen im Leben nicht (lach) Ich hab immer gedacht ich werde niemals so viele Kinder haben ( wir waren vier Kinder zu Hause) und es gab Tage, da fand ich meine Geschwister latent nervig. Ich würde sie niemals missen wollen aber man hatte nie seine Ruhe (lach). Finn hat vor Freude geweint als wir ihm gesagt haben das er noch zwei Baby Geschwister bekommt, Mathilda konnte sich nichts darunter vorstellen. Heute gehen beide genau wie mein Mann und ich recht gelassen mit dem Trubel um. Geschwister haben ist was tolles, sie gehören für uns - die selber mit vielen Geschwistern groß geworden sind - zum Leben dazu. Daher ist es für uns das Normalste der Welt und so leben wir es den Kindern auch vor. Kein großes Kino, keine großen Abweichungen - einfach Normalität - dann gehen die Kinder auch normal mit der neuen Situation um.

 

Du hast vier kleine Kinder und nur zwei Arme. Wie macht ihr das im Alltag?

Warten ist seitdem ein Wort, was ständig in Gebrauch ist: "Mama ich bin fertig, Mama ich hab Durst, Mama kannst du mal gerade!?" "Ja, warte gleich!" Finn und Mathilda müssen viel schneller selbstständiger werden als mir lieb ist, aber anders geht es nicht. Wir sind tagsüber allein und auf uns gestellt, Finn hilft toll mit und macht es voller Liebe. Wenn es ihm zu viel wird legt er ein Baby zur Seite und geht einfach hoch – etwas, was ich ganz klar akzeptiere, denn er ist ein Kind und trägt hier keine Pflicht und keine Verantwortung.

Möchte er mir helfen freue ich mich. Ansonsten habe ich meine festen Abläufe und Zeiten. Finn und Mathilda kennen diese und wissen ganz genau, wenn ich sage Schlafanzug anziehen, dann gibt es kein wenn und aber sondern dann wird es erledigt und danach können sie weiter spielen. Der einzige Moment am Tag, wo ich ins Schnaufen komme ist, wenn ich abends alle vier ins Bett bringen muss. Dann lese ich erst mit Finn und Mathilda ein Buch, mache ihnen ihre Musikbox an und bringe dann die Babys ins Bett. Die sind dann allerdings meistens schon eher am Rande des Weltunterganges und man braucht Nerven, um zwei schreiende Babys zu wickeln und dann in den Schlaf zu stillen.

 

 "Finn und Mathilda müssen viel schneller selbstständiger werden als mir lieb ist, aber anders geht es nicht."

 

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Was ist dein Rezept, bei all dem Alltagsgewusel und Stress nicht die gute Laune zu verlieren?

Humor - das Leben mit einem Mann und vier Kindern gleicht an den meisten Tagen einer riesigen Comedy Show, man kann dann zum Lachen in den Keller gehen oder man lacht einfach. Sich selber sollte man bei der ganzen Sache auch nicht all zu ernst nehmen. Meistens sieht die Welt nach einer guten Tasse Kaffee auch schon wieder anders aus und wenn nicht, dann rufe ich meistens meine Mutter an die mich davon überzeugt das sie alle groß werden.

 

Wie verlief die Schwangerschaft mit den Zwillingen?

Absolut problemlos. Es war eine traumhafte Schwangerschaft, worüber ich unendlich dankbar bin.

Hattest du damals Angst?

Ja am Anfang , Mathilda war bereits eine Zwillingsschwangerschaft und ihren Zwilling haben wir damals verloren. Ein Kind was immer in unserer Mitte fehlt, daher bin ich für jedes gesunde Kind was bei uns ist unendlich dankbar.

 

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Das tut mir sehr leid. Wie hat dein Umfeld dann auf die Zwillinge reagiert und können eure Freunde die Zwillings-Mädchen auseinander halten?

Die meisten waren sprachlos - ich wusste es noch vor dem ersten Frauenarzt Termin. Es war ein Gefühl tief in meinem inneren das dort zwei Herzen schlagen. Daher war es für uns keine große Überraschung sondern eher eine Bestätigung. Wir haben die besten Freunde die man sich vorstellen kann, meine Freundinnen sind die Patentanten der Mädchen und sie üben seid Geburt fleißig die Unterschiede zu erkennen.

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Drei Dinge, die du dir mit Zwillingen anders vorgestellt hast, als sie tatsächlich sind:

Gute Frage - ich hatte absolut keine Vorstellung (lach), aber wenn ich eins sagen kann: Es ist entspannter, als ich es mir vorgestellt habe. Auch, wenn ich abends müde und geschlaucht bin. Es ist immer noch genügend Energie am Ende des Tages übrig.

 

Deine kleinen Alltagsgeschichten erzählst du uns auf deinem Instagram Kanal @meandthewildones. Was ist im Moment deine größte Herausforderung?

Meine größte Herausforderung jeden Tag aufs neue ist der Wettkampf gegen die Zeit aber vor allem die Sorge und das schlechte Gefühl nicht jedem meiner Kinder immer gerecht werden zu können.

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Was ist das Anstrengendste am Mama-Sein?

Nie eine Pause zu haben , vor allem jetzt nicht wo beide Babys mich noch unentwegt brauchen , Mathilda in einer Umbruch Phase ist - sie ist gerade 3 geworden und wird bald das erste mal in ihrem Leben einen Kindergarten besuchen (ich betreue alle meine Kinder bis zum 3. LJ selber). Sie braucht seit ein paar Wochen wieder mehr Mama, Finn ist mit Abstand das sensibelste meiner Kinder und ich muss immer Acht geben, dass er den Rückhalt von mir bekommt den er braucht. Manchmal fehlt mir die Einsamkeit und die Ruhe. Die Einsamkeit, um sich mal wieder auf sich zu besinnen und die Ruhe, um mal einen Gedanken zu Ende zu führen.

 

Was ist das Schönste am Mama-Sein?

Mama sein ist eine Passion, eine Berufung - wir sind es 365 Tage im Jahr bis an unser Lebensende. Man muss es leben, lieben und spüren. Jeder einzelne Tag mit diesen einzigartigen Menschen an meiner Seite ist das schönste was ich je getan habe. Kinder lieben und geben so bedingungslos. In ihren Augen ist die ehrlichste Bewunderung für die Kleinsten Dinge im Leben. Kinder sind der Sinn des Lebens, ich liebe es Mama zu sein. Es erfüllt mich voller Stolz, wenn ich in ihre Gesichter schaue , wenn ich sie beim Spielen beobachte, oder wenn sie schlafen . Kinder haben ist ein Wunder und so sollte man es jeden Tag aufs neue sehen.

Danke für das tolle Interview, liebe Caro

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